Andere Länder - andere Landwirtschaft

Südtirol zur Apfelernte - November 2019

Dank meiner Frau haben wir uns im November nach Südtirol aufgemacht und waren an der Weinstraße bei Bozen auf einem Familiehof untergebracht. Die Familie vor Ort betreibt ihre Landwirtschaft seit vielen Generationen und bewirtschaftet 8ha Weinanbau und Apfelanbau. Das klingt für mich erst einmal nach sehr wenig...aber der Weinanbau ist sehr intensiv und fast alles nur in Handarbeit zu erledigen.

Wir konnten noch die Apfelernte miterleben, die letzten Äpfel wurden in den Tagen im November eingebracht und auch das basiert auf Handarbeit. Das Wetter war frostig kalt und meist sehr bedeckt und regnerisch, aber ein sonniger Tag bescherte  uns diese Aufnahmen aus den Bergen.

Auf dem Hof verdient sich die Familie neben der Landwirtschaft auch durch den Tourismus Geld, es gibt mehrere sehr gute Ferienwohnungen, einen eigenen Streichelzoo mit Ziegen, Schafen, Hühnern und vielen Gemüsesorten und Obstbäumen, aus denen Marmelade und andere Köstlichkeiten gemacht werden. Als Familie kann man herrlich Urlaub machen und dabei viel von Südtirol und dem Leben auf dem Hof erfahren.


Seminarreise nach Österreich: 18. bis 24. April 2015

Im April nutzte ich zusammen mit zwei Ausbildern aus Landwirtschaftsbetrieben sowie drei Berufsschullehrer aus MV das Angebot, an einer Seminarreise nach Österreich teilzunehmen, unterstützt durch ein EU-Programm.

Die lange Anreise nach Kärnten zur Partnerschule erfolgte mit Flugzeug und Leihwagen. Das Programm für die fünf Tage vor Ort bot die Chance auf ein Kennenlernen und Auseinandersetzen mit dem Thema Ausbildung in der Agrarwirtschaft. Wir besuchten u.a. landwirtschaftliche Fachschulen der Regionen Kärnten und Steiermark. Die Direktoren der Schulen führten begeistert durch die großen und sehr freundlich gestalteten Schulgelände und Einrichtungen. Da die Ausbildungen beider Länder sich in vielen Punkten stark unterscheiden, kam es oft zu langen Gesprächen und einem intensiven Austausch der Erfahrungen unter einander. Zudem durften wir die Schulbetriebe besuchen und den Ablauf des Schulalltages kennenlernen. Untergebracht waren wir im Bäuerlichen Bildungshaus Schloß Krastowitz, welches u.a. der Sitz für die Landwirtschaftskammer und die Landjugend der Region Kärnten ist. Auch hier fanden Gespräche und Diskussionen mit Vertretern statt.

Abgerundet wurde das Programm durch einen Besuch auf der Alm bei Familie Stoxreiter, wo Landwirtschaft mit einer Steillage von bis zu 50% Neigung betrieben wird. Probiert werden durfte hier ein deftiges Stück Speck und selbstgemachte Wurst. Alle Teilnehmer waren begeistert und können die Eindrücke weitergeben und für die Ausbildung nutzen. Mit der Rückreise wurde sich bereits über das kommende Jahr unterhalten und Estland als weiteres Ziel einer solchen Bildungsreise ins Auge gefasst.


Mit dem Bauernverband nach Estland

2007 war ich das erste Mal in Estland. Drei Jahre danach habe ich noch einmal die Chance genutzt und den Süden Estlands besucht. Wir sind über Riga in Lettland im Dezember angereist.

Ziel der Weiterbildungsreisen war es, die landwirtschaftlichen Betriebe in Estland zu besuchen. Durch die klimatischen Bedingungen ist die Landwirtschaft in Estland gekennzeichnet durch eher nährstoffarme Böden und kalte aber vor allem lange Winter. 

Mit unseren Gastgebern wurde neben den Tagesausflügen auch zusammen gelacht und gesungen. Ein Saunabesuch gehörte genauso dazu, wie typisch estnische Speisen.


Landwirtschaft in China

"China - ein Land der Gegensätze"

Auch die Landwirtscahft ist geprägt durch Gegensätze: durch verschiedene Klimazonen, Anbaumethoden und Techniken in schwer zugänglichen Gebieten, intensiven Terrassen-Reisanbau ohne Maschinen.

Ein paar Informationen für Sie zum Land und zu Einflussfaktoren im Bereich der Landwirtschaft.

Die Volksrepublik China mit derzeit ca. 1,4 Mrd. Einwohnern ist neben Russland und Kanada eins der größten Länder der Welt. Doch weniger als 15% der Gesamtfläche sind landwirtschaftlich nutzbar. Nur 6% der Wasservorräte der Welt befinden sich in China.

Dennoch erzeugt China 30% der weltweiten Reisernte und 20% an Mais, ist der größte Weizenproduzent und muss seit einigen Jahren Soja importieren. 2007 war China einer der vier größten Agrarhändler im Im- und Export der Welt.

Das Land ist geprägt von Kontrasten, die eine entscheidende Rolle für Ernährung, Sozialgefüge und Wirtschaft spielen. Viele Flächen und Gegenden sind nur schwer oder teils gar nicht bewohnbar, in China finden Sie verschiedene Klimazonen, die gerade die Landwirtschaft stark beeinflussen. Immer mehr Menschen ziehen in die großen Metropolen im Land, vorrangig an die Ostküste: 2011 lebten erstmals mehr Menschen in den Städten als auf dem Land. Der Industrie- und Dienstleistungsektor wächst stetig, der Anteil der Landwirtschaft im BIP sinkt.

Mit steigendem Wohlstand veränderte sich auch der Umgang mit Nahrungsmitteln und die Essgewohnheit der Chinesen: Der Verzehr von Fleischprodukten ist stark angestiegen in den letzten Jahrzehnten, ebenso der Verbrauch von Milchprodukten.